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Mit Musik fern der Heimat

Henrike Wille zieht es nach dem Abitur in die Ferne. Über ihre Erfahrungen wird sie in den kommenden Monaten berichten.

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Henrike Wille. Foto: privat
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Henrike Wille ist 19 Jahre alt und hat sich für ihr Leben ein besonderes Ziel gesetzt: Sie möchte anderen Menschen helfen. Nach ihrem Top-Abitur am Gymnasium Zitadelle mit der Traumnote 1,0 möchte sie Ärztin werden. Die Bewerbungen für das Medizinstudium sind bereits verschickt und das Praktikum im Krankenhaus absolviert. Bevor das Studium allerdings beginnt, nimmt sich Wille ein paar Monate „frei“, wie sie es nennt, um auf einem anderen Kontinent mit der Hilfe der Musik Kindern und Jugendlichen zu helfen.

Bis in den Herbst hinein wird sie in der Musikschule Youth Orchestras of Namibia (kurz YONA), die sich in Namibia in der Nähe Hauptstadt Windhoek befindet, über „weltwärts“ einen Freiwilligendienst ableisten. YONA ist ein Projekt, bei dem durch gemeinsames Musizieren ein gesellschaftlicher Wandel herbeigeführt werden soll. Beim Spiel im Orchester werden den jungen Musikern dabei Zugehörigkeit, Teamwork, Ar- beitsmoral und Selbstvertrauen vermittelt. Mit dem Projekt sollen Kinder erreicht wer- den, die aus schwierigen Verhältnissen kommen. Da diese den Unterricht nicht finanzi- ellbegleichenkönnen,istYONAauchaufSpendenundFreiwilligendiensteangewiesen.

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Wille selbst hat 12 Jahre lang im Musikunterricht verschiedene Instrumente erlernt. Während ihres Freiwilligendienstes wird sie Musik unterrichten sowie selbst im YO- NA-Orchester mitspielen. Dabei gehe es nicht nur darum musikalische Kenntnis zu ver- mitteln, sondern auch darum, junge Musiker Teil eines Orchesters werden zu lassen. Denn, so Wille: „Das soziale Miteinander für Kinder und Jugendliche ist wichtig und hat auch mich geprägt.“

Auslandserfahrungen hat Henrike Wille bereits in Austauschprogrammen in den USA und in Frankreich gesammelt. Trotzdem ist die angehende Studentin aufgeregt. „Ich konnte die zwei anderen Freiwilligen, mit denen ich zusammenleben werde, bis jetzt nur per Videochat kennenlernen“, sagt sie. Zudem sei sie noch nie so lange der Heimat fern gewesen. Nichtsdestotrotz habe sie unter anderem aus Gesprächen mit der Leitung der Schule, Gretel Coetzee, einiges über das Projekt und Namibia erfahren und habe „einen echt guten Eindruck.“

Vielleicht wird dieser lange Auslandsaufenthalt auch die Zukunft von Henrike Wille mit prägen. Denn die junge Frau hat ein gewisses Interesse an „Ärzte ohne Grenzen“. Dort könne sie ihre Lust am Reisen mit ihrer Passion verbinden.

Henrike Wille wird das Jahr über den Lesern mit eigenen Beiträgen Einblicke in ihre Zeit in Namibia geben. Mehr Informationen und Möglichkeiten, das Projekt mit zu unterstützen finden Interessiert unter yonamibia.org

Update:

Aufgrund des aktuellen Pandemiegeschehens musste Henrike Wille das Projekt vorzeitig abbrechen.


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