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Umzug des Stadtarchivs in Sicht

Winfried Cremerius zeigte sich als Vorsitzender des Vereins Freunde des Stadtarchivs erfreut darüber, dass in den künftigen Räumen des Stadtarchivs erstmalig die Versammlung des Fördervereins erfolgte. Bis zum endgültigen Umzug vom Kulturhaus zur Alten Realschule werde aber noch eine Weile vergehen, nur Teile der Bestände sind bereits umgezogen. In den Fluren warten noch große Mengen an Regalen auf ihre Bestimmung. 

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Schulterschluss fürs Jülicher Stadtarchiv. Foto: Verein
Schulterschluss fürs Jülicher Stadtarchiv. Foto: Verein
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Im Rechenschaftsbericht meldete Cremerius, dass er das Projekt „Digitalisierung der Ansichtskarten“ im Stadtarchiv abgeschlossen habe. Er kümmerte sich auch um den umfangreichen Nachlass an Geschichtsliteratur von Willi Dovern, den er zur Realschule transportierte und in Listen erfasste. Er teilte weiter mit, dass der Mitgliederstand konstant geblieben ist.

Der Kassenbericht von Schatzmeisterin Monika Cremerius zeigte, dass die Finanzen des Vereins in Ordnung sind. Nachdem die Kassenprüfer eine ordnungsgemäße Buchführung bestätigt hatten, wurde der Vorstand einstimmig entlastet.

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Der Bericht von Stadtarchivar Dr. Horst Dinstühler enthielt einige Kritik an der Stadt, die sich nach seiner Meinung zu wenig für das Archiv einsetze, obwohl das zu ihrem Pflichtbereich gehört. Vor allem bemängelte er die völlig unzureichende personelle Ausstattung. Er könne als Einzelkämpfer nicht alle Arbeiten erledigen, zum Beispiel die wissenschaftliche Bearbeitung der Bestände. Bei Urlaub und Krankheit müsse das Archiv geschlossen werden, was für Personen, die in wichtigen Angelegenheiten beglaubigte Kopien benötigen, zum Problem werden könne. Auch die Arbeiten in den neuen Archivräumen gingen nur sehr schleppend voran. Sorgen bereitet ihm, dass in den Sommermonaten die Raumtemperatur auf über 30 Grad ansteigen könne, was gefährlich für das Archivgut werde.

In der Aussprache ging es vor allem um die vorgetragenen Sorgen des Archivars. Der Verein will sich dafür einsetzen, dass die Stadt die vom Rat beschlossenen Arbeitsstunden einer Hilfskraft für das Archiv auch wirklich zu Verfügung stellt. Verschiedene Vorstandsmitglieder sollen zudem ausloten, ob aus Landes- und Bundesmitteln Zuschüsse für die Ausstattung des Archivs eingeworben werden können.
Die anschließenden Vorstandswahlen gingen zügig vonstatten und erfolgten alle einstimmig: Alter und neuer Vorsitzender ist Winfried Cremerius, sein Stellvertreter Prof. Günter Bers, Geschäftsführer Wolfgang Gunia. Als Beisitzer wurden gewählt: Robert Claßen, Horst Dinstühler, Peter Nieveler und Karl Sauer.

Dem Archiv wird der Freundeskreis zum bevorstehenden Einzug einen neuen Planschrank stiften. Weiterhin wurde dem Stadtarchivar Hilfe beim Einordnen des umfangreichen Archivmaterials zugesagt.

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