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Jülich lässt niemanden auf dem Trockenen sitzen

Nachhaltigkeitsangebote der Stadt Jülich können den Bürgerinnen und Bürgern bei extremer Hitze Abhilfe schaffen. Aber wie funktionieren sie, und werden sie überhaupt genutzt? Diese Frage beantwortet Herzog Praktikant Timo Dolfen.

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Logo der Refill-Stationen in Jülich.
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Gerade freut Jülich sich über die angenehme Sommerfrische – in den vergangenen Wochen war Jülich durch extreme Hitzewellen gebeutelt. Und die nächste Welle kommt bestimmt. Der Schweiß rinnt die Stirn herunter, und in nicht klimatisierten Zonen ist es kaum auszuhalten. Also so gut wie überall.

Die Schatten von Bäumen wie in der kleinen Römerstraße bieten zwar Schutz, jedoch hilft neben sommerlicher Kleidung und Sonnencreme an solchen Tagen vor allem eins: viel trinken. Um mich kostenlos mit genug Wasser zu versorgen, habe ich das Angebot der Refill-Stationen in Jülich ausprobiert.

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Die erste Station war die Druckerei Prost, bei der ich freundlich in Empfang genommen wurde und meine mitgebrachte Wasserflasche auffüllen ließ. Entlang der weiteren Stationen in der Nähe des Marktplatzes blieb die Erfahrung gleich: freundliche Menschen, Hilfsbereitschaft und gefüllte Wasserflaschen. Besonders in der Innenstadt ist das System gut vernetzt, und teilnehmende Geschäfte sind leicht erreichbar. Meist waren es kaum mehr als 100 Meter bis zur nächsten Station.

Dieses Projekt ist besonders wichtig geworden, da die gesundheitlichen Folgen hoher Temperaturen in Städten und Gemeinden stetig zunehmen. Bereits ab mehr als 30 Grad kann es für einige Menschen gefährlich werden.

Um diesem Problem und dem menschengemachten Klimawandel entgegenzuwirken, wurde das bundesweite Projekt „Refill Deutschland“ ins Leben gerufen. Durch eine Initiative des Seniorenbeirats wird nun auch in Jülich ein einfacher und kostenloser Zugang zu Trinkwasser für alle gefördert. Wer mitmacht, trägt aktiv zur Reduzierung von Plastikmüll und zu mehr Umweltschutz bei. Ein Geschäft benötigt feste Öffnungszeiten und eine Flaschenfüllmöglichkeit, um eine Refill-Station werden zu können.

Wie oben beschrieben fasst dieses Projekt auch in Jülich Fuß. Das Konzept ist dabei sehr simpel: Kunden und Besucher können eine mitgebrachte Trinkflasche an das Personal geben und kostenfrei auffüllen lassen. Die meisten der Geschäfte sind durch das abgebildete Logo gekennzeichnet und können auf der offiziellen Website der Stadt nachgelesen werden.

Bildquelle: Refill Deutschland | Plastikmüll vermeiden | Leitungswasser auffüllen

Das Problem dabei: Geschäfte wie Fielmann oder der Jülicher Genussladen hatten noch keinen einzigen Besucher, der auf das Angebot eingegangen ist. Dabei existiert das Projekt nicht erst seit gestern. Fielmann ist bereits seit letztem Jahr ein Teil des Projekts. Die insgesamt elf Läden in Jülich stellen gerne das Angebot zur freien Verfügung – die Nachfrage scheint allerdings ein Problem zu sein.


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