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Demokratie in Jülich gestalten

Mit einem vielseitigen Programm wird das Projekt "Demokratie weltweit gestalten" in der Herzogstadt erlebbar.

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Viele Hände – schnelles Ende. Das galt auch in Kolumbien beim gemeinsamen Projekt mit Pfadfindern aus dem Bistum Aachen. Foto: privat
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Im Rahmen des Projekts “Demokratie weltweit gestalten” erwartet die Stadt Jülich in den kommenden Wochen ein vielseitiges Programm rund um Kunst, Beteiligung, Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Den Auftakt bildet eine besondere Kunstaktion der Künstlerin Lydia Hitzfeld ab dem 1. Juni auf dem Kirchplatz. Einen ersten Eindruck zum Projekt bietet die Webseite des EineWeltNetzNRW. Welcher Art das entstehende Kunstwerk letztlich sein wird und welches konkrete Thema dabei im Mittelpunkt steht, bleibt bewusst offen und macht die Aktion zu einer Überraschung für alle. Sicher ist jedoch, dass sich das Werk im weitesten Sinne mit dem Projekt “Demokratie weltweit gestalten” auseinandersetzten wird.

Am 5. Juni wird das Kunstwerk im Rahmen einer kleinen feierlichen Veranstaltung auf dem Kirchpatz offiziell eröffnet. Besucher und Besucherinnen sind eingeladen, das Kunstwerk zu betrachten und sich außerdem damit fotografisch in Szene zu setzen. Ergänzt wird die Veranstaltung durch weitere künstlerische Beiträge: Die Künstlerinnen Stefanie Freialdenhoven und Veronika Hüpgen vom Kunstverein Jülich.e.V. präsentieren Werke zum Thema Demokratie. Darüber hinaus plant Stefanie Feialdenhoven eine gemeinschaftliche Kunstaktion, an der auch Zuschauerinnen und Zuschauer aktiv mitgestalten können. Die Botschaft “Demokratie, das sind wir” soll dabei sicht- und erlebbar werden. Auch musikalisch wird ein Zeichen für Vielfalt und demokratisches Miteinander gesetzt: Der Verein Kultur ohne Grenzen veranstaltet gemeinsam mit dem Künstler Karin Camara einen Trommelworkshop. Dieser soll ein Zeichen der kulturellen Vielfalt, Demokratie sowie das zivilgesellschaftliche Engagement in Jülich setzen. Ebenfalls am Projekt beteiligt ist das Jugendparlament.

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Schon im Vorfeld wurde im Rahmen verschiedener Veranstaltungen auf das Projekt aufmerksam gemacht. Unter anderem mit einer Umfrage am Zukunftstag. Für den Tag des Grundgesetzes, 23. Mai, ist ebenfalls eine Befragung geplant.

Ein weiterer zentraler Programmpunkt ist der “Demokratische Abend” am 9. Juni um 18 Uhr im pädagogischen Zentrum des Gymnasiums Zitadelle. An diesem Abend wird nicht nur das Gesamtprojekt vorgestellt, auch drei kurze Vorträge, die jeweils unterschiedliche Perspektiven, lokal und global auf das Thema Demokratie einbringen, sind Teil der Veranstaltung. Unter dem Titel „Zwischen universellen Ansprüchen und selektiver Realität – Ein historischer Blick auf Demokratie“ spricht Serge Palasie, Fachpromotor für Entwicklungspolitische Bildungsarbeit mit Fokus Afrika beim „Eine-Welt-Netz NRW“. Linus Adler, beim Kreis Düren als Koordinator für Kommunale Entwicklungspolitik zuständig, referiert über “Globale Verantwortung übernehmen: Verbesserung der medizinischen Versorgung von Schwangeren durch Zusammenarbeit zwischen Village d´ Assikoi und dem Kreis Düren. Im Anschluss beleuchtet HERZOG-Chefredakteurin Dorothée Schenk unter der Überschrift „Demokratie ist eine Frage der Haltung – auch vor Ort“ die lokale Perspektive. Eine Podiumsdiskussion mit den Fraktionsvorsitzenden aus dem Stadtrat, Landrat Dr. Ralf Nolten und Bürgermeister Axel Fuchs schließt sich an. Ziel ist es, so Organisatorin Hannah Lüsgen, zu zeigen, wie unser Handeln vor Ort globale Auswirkungen haben kann und dass wir alle einen Beitrag leisten können. Auch Fragen aus dem Publikum sind gern genommen und eingeplant.

Im Juni und Juli schließlich wird das Projekt in die Schulen getragen: Am Gymnasium Zitadelle und am Mädchengymansium wird es im Rahmen der jeweiligen Projektwoche Demokratieworkshops geben. Gemeinsam mit ihren Lehrkräften sind die Jugendlichen dazu eingeladen, sich kreativ mit Fragen auseinanderzusetzen, wie „Was bedeutet Demokratie für mich?”, Wie kann unser Zusammenleben in Jülich in Zukunft aussehen?” und “ Welche konkreten Ideen haben junge Menschen für die Stadtentwicklung?”. Neben der Auseinandersetzung mit demokratischen Grundwerten sollen die Jugendlichen eigenen Visionen und konkrete Maßnahmen für die Zukunft Jülichs entwickeln. Die Ergebnisse der Workshops dienen als Grundlage, um nach der Sommerpause gemeinsam mit dem Jugendparlament und der Politik weiter ins Gespräch zu kommen. Als weiterer Baustein des Projekts ist für den Herbst ein Theater-Projekt geplant, um das Thema Demokratie auf kreative Wiese erneut aufzugreifen.


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