Morgens vor dem Unterricht schnell mit dem Fahrrad zur Schule, nachmittags mit Freunden gemeinsam durch die Stadt fahren oder am Wochenende noch ein paar zusätzliche Kilometer sammeln – für viele Jugendliche gehört genau das bei der Aktion Stadt- und Schulradeln zum Alltag dazu. Die Aktion motiviert jedes Jahr zahlreiche Menschen dazu, häufiger aufs Fahrrad umzusteigen und bewusst auf das Auto zu verzichten. Auch viele Schüler und Schülerinnen aus Jülich beteiligen sich daran und verbinden den Wettbewerb nicht nur mit Klimaschutz, sondern auch mit Sport, Spaß und Gemeinschaft.
Die beiden Schülerinnen Klara und Lilian vom Gymnasium Haus Overbach haben einen vielseitigen Einblick in die Aktion geliefert. Beide Schülerinnen nehmen über ihre Schule an der Aktion teil.
In ihren eigenen Worten beschreiben die beiden Schülerinnen die Aktion so: Menschen aus Jülich und Umgebung können, wenn sie möchten, mitmachen und ein paar Wochen lang ihre Kilometer auf dem Fahrrad sammeln und einschicken. Auch Schulen und Teams können gemeinsam daran teilnehmen. Als Motivation sieht Lilian vor allem die Möglichkeit, durchs Fahrradfahren mehr Zeit mit ihren Freunden und Freundinnen zu verbringen, gleichzeitig Sport zu treiben und etwas Gutes für das Klima zu tun. Außerdem finde sie es schön, auf diese Weise gemeinsam Belohnungen zu sammeln. Auch Klara sieht diesen Punkt, betont jedoch zusätzlich, dass es eine „coole Art“ sei, die Umwelt zu schonen. Außerdem möchte sie gerne gewinnen.
Für beide zählt vor allem der Versuch, so viel Fahrrad zu fahren wie möglich, denn es zählt: Radfahren statt Mitfahren. Allerdings sei das nicht immer ganz einfach, da die Schule für manche Wege zu weit entfernt sei und oft die Zeit fehle. Aus diesem Grund fahren beide Schülerinnen trotzdem mit dem Bus zur Schule. Lilian ist sich sicher, insgesamt etwa 40 bis 50 Kilometer zu schaffen. Darüber hinaus stellt für beide das Fahrradfahren eine spaßige Freizeitaktivität dar. Besonders gerne fahren sie mit Freunden und Freundinnen durch die Gegend. Klara erklärt außerdem, dass Fahrradfahren auf angenehme Weise den Kopf zur Ruhe kommen lässt. Zusätzlich sehen beide den Umweltaspekt der Aktion positiv, denn beim Fahrradfahren entstehen keine Abgase.
Während Klara sich sicher ist, dass sie auch ohne die Schule an der Stadtradeln-Aktion teilgenommen hätte, ist Lilian sich dabei etwas unsicher. Sie erzählte, dass vermutlich nicht viele Menschen von der Aktion wissen und sie selbst aufgrund der geringen Reichweite und Präsenz wahrscheinlich nichts davon mitbekommen hätte. Beim Thema Kontrolle der eingetragenen Kilometer sind sich die beiden Schülerinnen jedoch einig: Sie glauben nicht, dass die Angaben auf der Webseite wirklich überprüft werden und man deshalb theoretisch auch schummeln könnte. Gleichzeitig sagen sie aber, dass es auffallen würde, wenn jemand unrealistisch viele Kilometer eintragen würde. Wichtig ist Lilian, dass die Stadtradeln-Aktion in wärmeren Jahreszeiten durchgeführt wird, da es bei schlechtem Wetter nicht angenehm ist, viel Fahrrad zu fahren, und viele dadurch dazu neigen würden, doch mit dem Auto oder Bus zu fahren.
Auf die Frage, ob sich die beiden beim Fahrradfahren in Jülich und Umgebung sicher fühlen, antwortete Lilian, dass sie dort grundsätzlich ein sehr sicheres Gefühl habe. Es gäbe viele Wege, auf denen man gut Fahrrad fahren könne, darunter auch Feld- und Waldwege. Trotzdem sei Fahrradfahren für sie die unfallsrisikoreichste Möglichkeit, von einem Ort zum anderen zu kommen, da man im Straßenverkehr schnell übersehen werden könnte. Klara fühlt sich vor allem auf Radwegen sicher. Unsicher fühle sie sich dagegen besonders in der Stadt sowie auf Landstraßen ohne Fahrradweg. Damit mehr Menschen in Jülich Fahrrad fahren würden, wünscht sie sich einen weiteren Ausbau mancher Radstrecken. Zudem betonte Lilian, dass ihrer Meinung nach viele junge Menschen gerne E-Bike fahren würden und deshalb mehr E-Bike-Ladestationen sinnvoll seien. Beide würden mehr Menschen das Fahrradfahren gerne ans Herz legen. „Fahrt mehr Fahrrad“, so Klara. Fahrradfahren verbinde Spaß, Gemeinschaft, Fitness und Umweltschutz und bringe damit viele Vorteile mit sich.



















