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Falsche Polizisten am Telefon

Unbekannte Täter riefen im Laufe des Montagabends mindestens 40 Haushalte an in der Absicht, sich auf betrügerische Weise zu bereichern. Am Dienstagvormittag kamen 20 weitere hinzu.

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Archivbild Blaulicht | Foto: Jörg Hüttenhölscher - stock.adobe.com
Archivbild Blaulicht | Foto: Jörg Hüttenhölscher - stock.adobe.com
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Die Geschichten, die am Telefon erzählt werden, sind nahezu identisch: Ein Anrufer gibt sich als Polizeibeamter aus und erklärt, es habe in der Nachbarschaft diverse Einbrüche gegeben. Im Zuge der Ermittlungen und Festnahmen von Tätern habe die Polizei Hinweise auf weitere Anwohner – nämlich den Angerufenen – erhalten, bei denen nun ebenfalls eingebrochen werden solle. In manchen Fällen ist auch von festgenommenen Autoaufbrechern die Rede, bei denen Ausweispapiere der Angerufenen gefunden worden sein sollen.

Warum der vermeintliche Polizeibeamte derartige Geschichten am Telefon verbreitet? Weil er im Zuge der Erzählungen auch nach Bankdaten, Wertgegenständen und anderen Vermögenswerten fragt und nach einem Weg sucht, sich unerlaubt in den Besitz dieser zu bringen.

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Auch ein falscher Mitarbeiter eines tatsächlich existierenden Netzbetreibers versuchte am Montag vermutlich, eine Frau in Schlich zu bestehlen. Er hatte sich mit einem möglicherweise gefälschten Ausweis Zutritt zum Haus an der Eifelstraße verschafft und vorgegeben, Zählerstände ablesen zu müssen. Er versuchte, die
Hausbewohnerin abzulenken, diese ließ den Fremden jedoch nicht aus den Augen.

Die Polizei rät vor dem Hintergrund der derzeit vermehrt auftretenden Betrugsversuche: Lassen Sie sich nicht von Geschichten über vermeintliche Straftaten in Ihrer Nachbarschaft verunsichern! Geben Sie Fremden keine Auskünfte über Ihre Vermögenswerte! Vertrauen Sie Anrufern nicht, nur weil eine Telefonnummer im Display angezeigt wird – die Polizei ruft nicht mit einer Anruferkennung an. Lassen Sie Mitarbeiter von Gas- oder Stromanbietern erst nach telefonischer
Rücksprache mit der Firmenzentrale in Ihre Wohnräume.

Bislang blieb es jedoch nur bei Betrugsversuchen, was dem umsichtigen Verhalten der potentiellen Opfer zugeschrieben werden kann. Sie gingen nicht auf die Anliegen ein, informierten aber die Polizei.


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