
Der 150. Geburtstag des Dirigenten Bruno Walter und die derzeit auch in Aachen heftig und kontrovers geführte Diskussion um die Person Herbert von Karajans geben Anlass, ein wenig näher die Rolle großer Dirigenten in und um die Zeit des Nationalsozialismus ins Auge zu fassen. Und zwar in zwei Vorträgen am Beispiel der vier vielleicht bedeutendsten Dirigenten der damaligen Zeit: Bruno Walter, Arturo Toscanini, Wilhelm Furtwängler und Herbert von Karajan. Vier Persönlichkeiten mit denkbar unterschiedlichen künstlerischen Handschriften und persönlichen Lebensumständen, die sich nicht weniger divers den Herausforderungen der braunen Zeit stellten. Der konvertierte Jude Bruno Walter emigrierte früh in die USA, Arturo Toscanini äußerte sich dezidiert als Nazi-Gegner, Wilhelm Furtwängler, der sich mit den Nazis arrangierte, um „seine“ Berliner Philharmoniker so lange wie möglich zu erhalten und Herbert von Karajan, dessen Rolle als karriereorientierter „Mitläufer“ derzeit in mehreren aktuellen Buchveröffentlichungen äußerst kontrovers diskutiert wird. Vier Künstlerkarrieren, die die ewig aktuelle Frage nach dem Verantwortungsbewusstsein des Künstlers in schwierigen Zeiten wachrufen.
Der erste Teil wird sich schwerpunktmäßig mit Bruno Walter und Arturo Toscanini beschäftigen, im zweiten Teil geht es vorrangig um Wilhelm Furtwänger und Herbert von Karajan. Beide Teile können auch einzeln gebucht werden. Eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich und kann sowohl über die Webseite, als auch per Email an eeb.juelich@ekir.de oder telefonisch unter der Rufnummer 02461 9966-22 erfolgen.
Seminar DI 07|07 und DI 14|07
Peter-Beier-Haus | Aachener Straße 13a | 17 bis 18.30 Uhr | Teilnahmegebühr (pro Einzelseminar) 8 Euro | Eine Teilnahme ist auch online möglich.


















