Bereits bei der Planung einer Festung musste auf das Vorkommen von Wasser Rücksicht genommen werden. Festungen liegen vielfach an der Küste und an Wasserläufen. Sie sind damit Gezeitenwechsel und Unwetter beziehungsweise jahreszeitlich bedingten Veränderungen besonders ausgesetzt.
Aber auch herausragende Positionen brachte eine besondere Gefährdung durch Blitzeinschläge mit sich. Wie reagierten die Erbauer auf die zu erwartenden Zumutungen und Widrigkeiten der Natur?
Band 16 der renommierten Schriftenreihe „Festungsforschung“ geht auf die Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Festungsforschung e.V. in Kufstein (Tirol) im Jahr 2023 zurück. Beide Elemente – Feuer und Wasser – wurden bisher nicht systematisch im Zusammenhang mit der Festungsbaukunst untersucht. Die vielfältigen Aspekte von Nutzung und Bedrohung spiegeln sich in den zwölf Aufsätzen wider, die der Festungsforschung interessante und neue Impulse geben.
Aus Jülicher Sicht hervorhebenswert ist der Aufsatz von Andreas Kupka, der sich mit der französischen Schleusenbrücke über die Rur beschäftigt. Diese bestand zwischen 1806 und 1902. Bedeutende Reste wurden bei der Neuanlage der Rurbrücke im Jahr 2023 aufgedeckt und dokumentiert. Zudem wurden zahlreiche Hölzer geborgen, die sich verschiedenen Bauphasen des Rurübergangs zuordnen lassen.
BUCHINFORMATION
Deutsche Gesellschaft für Festungsforschung: Die Kraft der Elemente. Feuer und Wasser bei Festungen Bd 16 | 244 Seiten, zahlr. Abb. | Verlag Schnell & Steiner Regensburg, 2026 | ISBN 978-3-7954-9029-4 | 39,95 Euro



















