Das Epochenfest ist immer einen Besuch wert. Es ist ein Ort lebendiger Geschichte, an dem man allein um die zweieinhalb Stunden braucht, um entspannt über das Gelände zu gehen und alle Stände oberflächlich zu sichten. Nicht einfacher machte das im Jahr 2026 die brennende Sonne des Pfingst-Wetters.
Schön ist, dass das Gelände so groß ist, dass es zwischen Rom, Preußen, Ägypten, G.I.s und co. immer wieder Neues zu sehen gibt. Dabei reicht das „Neue“ von weniger bekannten Kulturen bis zu spontanen Programmeinlagen zwischen den Zelten. Wie gewohnt eine großartige Atmosphäre für Geschichtsbegeisterte. Weniger schön ist, dass es für das – den Umständen entsprechend etwas unübersichtliche – Gelände keinen Lageplan für Besucherinnen und Besucher gibt. Auf Nachfrage beim Personal ist das ein Wunsch, den schon mehrere Gäste geäußert haben. Schließlich gibt es nicht nur vieles zu sehen, sondern auch einiges zu übersehen, das einen vielleicht interessiert hätte. So zum Beispiel auch die Zeitreise-Akademie.
Diese stand in diesem Jahr nicht direkt am Weg entlang der Themengärten, sondern auf einem der „Plätze“, die von dem Weg abgehen. Dabei war am Weg selbst kein Schild zu entdecken, das auf die Akademie hinwies. Schade für das interessante Angebot, denn – so zufällig vom HERZOG als Aussage eines Besuchers mitgehört – „Das ist eine super Sache, man muss die Leute wirklich ansprechen.“ Der HERZOG selbst hatte leider den „falschen“ Weg gewählt und die Akademie erst zufällig zum Ende der selbstgewählten Runde entdeckt. Eine Auszeichnung direkt beim Eingang hätte wohl geholfen.
Bessere Orientierungsmöglichkeiten würden den Ausstellerinnen und Ausstellern, denen Mühe und Leidenschaft anzumerken ist, sicher auch neue Chancen bieten, mit interessierten Fest-Gästen ins Gespräch zu kommen. Es hilft, dass mittlerweile das Bühnenprogramm ausliegt. Doch kommt es durchaus vor, dass auf dem Heimweg Darstellerinnen und Darsteller zu sehen sind, bei denen man denkt „Ach, wo genau war denn deren Bereich?“ Solch eine Orientierung würde auch die Navigation durch die vielen Stände mit mal mehr und mal weniger qualitativen Produkten erleichtern, deren Anteil am Epochenfest über die Jahre spürbar angewachsen ist.
Nach wie vor gilt: Ein Besuch beim Epochenfest lohnt sich auch nach zwanzig Jahren. Dennoch bleibt es ausbaufähig. Doch es ist wie die Geschichte selbst: Die Planung ist vermutlich nie final und manchmal tut eine Veränderung gut.
Fotos Volker Goebels, Ariane Schenk ud Dorothée Schenk
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