Geboren 1940 als viertes von fünf Brüdern wuchs er in einer Unternehmerfamilie auf. Gemeinsam mit seinen Brüdern Richard und Heinz baute er das elterliche Tabakgeschäft zu einer der führenden Tabakwarengroßhandlungen mit Automatenaufstellung im Rheinland aus.
Sein Herz schlug jedoch nicht nur für das Unternehmertum, sondern ebenso für die Kommunalpolitik. Verantwortung zu übernehmen, gehörte zu seinen selbstgesteckten Aufgaben. Seit 1971 engagierte er sich in der CDU. Mehr als vier Jahrzehnte übernahm er Mandate – zunächst als Gemeinderatsmitglied in Niederzier, später als direkt gewählter Kreistagsabgeordneter und von 2000 bis 2010 als Ortsvorsteher von Jülich-Nord. Besonders in Erinnerung bleibt sein Wahlsieg 1994, als er den lange als uneinnehmbar geltenden Wahlbezirk Jülich-Nord für die CDU gewann. Außerdem gehörte er dem Aufsichtsrat der Sparkasse Düren und des Krankenhauses Düren an. Politische Weggefährten attestierten Helmuth Hoen strategisches Denken, nannten ihn einen Freund klarer Worte und immer mit Blick für die Menschen.
Vor allem aber war Helmuth Hoen ein Familienmensch. Mit seiner Frau verband ihn eine Liebe, die schon in der Jugend begann. Bis zuletzt stellte er ihr Jahr für Jahr einen Maibaum auf.
Außerdem war er immer in Bewegung: Seine Leidenschaft galt dem Sport – ob Fußball, Faustball oder Langstreckenlauf. Geschichten von seinen Wettkämpfen erzählte er ebenso gern wie Anekdoten aus der Jülicher Kommunalpolitik.
Sein letzter Wunsch war, nicht im Krankenhaus zu sterben. Einen Tag vor seinem Tod kehrte er auf eigenen Wunsch nach Hause zurück. Dort konnte er Abschied nehmen von seiner Familie.
Er hinterlässt eine Frau, drei Kinder und zehn Enkelkinder.





















