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Der Falschmünzer

Mehr Schein als Sein… Das kann zum tödlichen Problem werden! Auf Seite 56 führt es für René Blanche zum Tod – zumindest im Film. Der Jülicher Schauspieler spielt in dem Kostümfilm „Austern für den Grafen“ den Münzmeister Johann Valentin Böttcher, der vom Grafen Johann-Ernst von Nassau-Weilburg verleitet wird, zur Finanzierung dessen aufwändigen Lebensstils Falschmünzerei zu betreiben.

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René Blanche. Foto: Michel Kitenge
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Spielen wird René Blanche die Rolle im idyllischen Weilburg an der Lahn ab 6. August an der Seite von Elke Sommer, Christine Neubauer, Dorkas Kiefer, Jo Bausch und Tom Barca. Die Buchvorlage hat Thomas Hemp geschrieben. Ganz großes Kino also für den 39-jährigen Jülicher, oder wie es in der Presseankündigung heißt: „Ein Hauch von Hollywood“. Begeistert ist René Blanche von der anstehenden Aufgabe, weil es ganz seiner Leidenschaft entspricht. Bestärkt habe ihn darin der New Yorker Jeffrey Gratton, der Blanche seit drei Monaten via Internet als Mentor begleitet. „Das hat vieles verändert: nicht nur die schauspielerische Qualität, sondern auch das ,mindset‘, also meine Denkweise.“ Gratton habe ihm gesagt: „You are born for period movies!“ – „Guck Dich nach Kostümfilmen um, das ist Dein Ding.“ So kam die Gelegenheit, die Perle im „Austernfilm“ zu fischen, geradezu passend. Es habe so gefunkt zwischen den Produzenten und ihm, berichtet René Blanche, dass er auch ins Regieteam eingerückt sei, einen Beitrag zum Drehbuch leisten durfte für die Stellen, in denen es um die historische Zeit geht, und vor allem als Sprachtrainer für die Schauspieler tätig werden wird. Eine Aufgabe, in der der Schauspieler als Leiter der Aachener Schauspielschule viel Erfahrung hat. Einen großen Dank richtet René Blanche an Tom Barcal, der den Herzog im Film spielt und Vermittler gewesen sei. „Er ist eine wahre Kontaktmaschine“, freut sich der Jülicher, der mit Barcal zusammen auch Workshops für die Schauspielschule erarbeitet und anbietet.

Tom Barcal (vorne) und René Blanche. Foto: Michel Kitenge

Im Zuge der Zusammenarbeit und Gespräche über den Kostümfilm „Austern für den Grafen“ kam es zu einer neuen Idee. „Ich glaube, dass wir in Jülich eine unglaubliche Historie haben, die man anpacken müsste“, ist René Blanche angeregt durch den anstehenden Drehtermin überzeugt und würde gerne auch für seine Heimatstadt einen Kostümfilm drehen. Als Personal sind selbstredend der Herzog, der Wilhelm, der Reiche im Kopf, der Architekt Alessandro Pasqualini, aber auch eine Kräuterfrau, der Hexenwerk nachgesagt worden ist. Soweit die Gedankenspiele, mit denen René Blanche schon an Jülichs Dezernentin Doris Vogel herangetreten und auf offene Ohren gestoßen ist. Ebenso für Hintergrundgespräche bereit zeigte sich Guido von Büren, Mitarbeiter im Jülicher Museum Zitadelle und darüber hinaus Vorsitzender des Jülicher Geschichtsvereins und auch der renommierten Wartburg-Gesellschaft. Kompetenz an Bord, könnte man also sagen. Aber alles andere steckt noch in den Kinderschuhen: Es gibt Kontakte zu einem Drehbuchautoren und Regisseur… Aber fixe Eckpunkte für eine Filmförderung oder anderweitige Finanzierung fehlen noch. Aber am Anfang steht immer eine Idee – und diese kann jetzt wachsen.

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„Ich kann schon jetzt sagen, dass 2021 für mich ein Superjahr ist“, guckt René Blanche optimistisch nach hinten und vorne: Im April hätte er für Tele5 in einem Krimi namens „Fucking Rules“ einen schießwütigen Drogendealer verkörpert, dann folgt im August der Münzmeister, und „im Herbst gibt es noch einen Western“, verrät der Schauspieler.

Die Premiere des Films „Austern für den Grafen” ist für Dezember 2021 geplant.

Nähere Infos unter www.weilburg.info/austern-kinofilm.html


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