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Für Hingabe und Engagement

Prof. Dr. Michael J. Schöning wird von der Graduate School of Biomedicial Engineering, Tohoku University, mit einer Auszeichnung geehrt

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Foto: FH Aachen
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Als Prof. Michael J. Schöning, Direktor des Instituts für Nano- und Biotechnologien (INB) der FH Aachen, nach Japan reiste, um den seit 2019 bestehenden Kooperationsvertrag zwischen der Graduate School of Biomedicial Engineering der Tohoku Universität Sendai und dem INB zu verlängern, wurde er mit einer Auszeichnung der japanischen Universität überrascht. Die Auszeichnung würdigt sein großes Engagement in der gemeinsamen Forschung und die Förderung der Zusammenarbeit zwischen den Hochschulen.

Die japanische Kultur, wie sie Michael Schöning in den letzten 25 Jahren erlebt hat, ist geprägt von Verbindlichkeit, Struktur und großer Bedachtsamkeit. Eine Auszeichnung zu erhalten, wie es sie seit Bestehen der Graduate School of Biomedical Engineering in der Geschichte der Tohoku Universität noch nicht gegeben hat, stellt daher eine besondere Ehre dar. „Die Zusammenarbeit der beiden Einrichtungen ist sehr fruchtbar, wir können voneinander in vielerlei Hinsicht lernen“, erklärt Schöning. Daher wurde die Kooperation 2019 mit einem Vertrag institutionalisiert. „Auch wenn ich in ein paar Jahren in den Ruhestand gehe, soll die Verbindung der beiden Hochschulen weiter fortbestehen.“

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Der erste Kontakt fand bereits 1998 im Rahmen einer internationalen Tagung in Japan statt, bei der Prof. Schöning den damaligen Post-Doktoranden Dr. Tatsuo Yoshinobu kennenlernte. Bereits im darauffolgenden Jahr entstand die erste von mittlerweile über 90 gemeinsamen Publikationen. Im Zentrum der Forschung und Entwicklung standen und stehen sogenannte „LAPS“; lichtadressierbare potentiometrische Sensoren, die sich für verschiedene Biosensoranwendungen im Bereich der Medizintechnik, Biotechnologie oder Umweltanalytik nutzen lassen. Damit lassen sich zum Beispiel enzymatische Reaktionen überwachen und bestimmte Schadstoffe und Ionen in Flüssigkeiten nachweisen.

Aufenthalt in Japan
Eine wichtige Rolle für die produktive Zusammenarbeit spielen die gegenseitigen Besuche und die regelmäßigen Aufenthalte in Japan und Deutschland. Prof. Torsten Wagner machte 2008 als Post-Doktorand den Anfang und blieb für vier Jahre an der Tohoku Universität um zu forschen und zu lehren. Im Anschluss kam der japanische Associate Prof. Ko-Ichiro Miyamoto für ein Jahr nach Deutschland. Es folgten weitere Aufenthalte, wie von Dr. Carl Frederik Werner, der nach seiner Promotion sechs Jahre mit Prof. Yoshinobu in Japan zusammengearbeitete. „Dadurch konnte der Kontakt noch weiter intensiviert werden“, erklärt Prof. Schöning. Er selbst war mehr als 30-mal in Japan – „außerhalb Deutschlands habe ich in keinem anderen Land mehr Zeit verbracht“.

Die Auszeichnung ist ein Symbol der Anerkennung und der langen und produktiven Kooperation mit Prof. Dr. Tatsuo Yoshinobu und der Graduate School of Biomedicial Engineering. Doch „die Zusammenarbeit hat nicht nur den fachlichen und kulturellen Horizont erweitert, sondern auch zu einer engen Freundschaft geführt“, erklärt Prof. Schöning. Nach etlichen Reisen in das Land der aufgehenden Sonne weiß er besonders die Gastfreundschaft und die Zuverlässigkeit in der japanischen Kultur zu schätzen.


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