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„Support-Betrug“

Ein 84-jähriger Mann aus Jülich wurde Opfer eines sogenannten Support-Betrugs. Er erstattete jetzt Anzeige auf der Polizeiwache Jülich.

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Foto: pixabay.com
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Nach seinen Angaben erhielt er bereits am Wochenende einen Anruf von einem unbekannten Mann. Dieser gab sich als Mitarbeiter von Amazon aus und behauptete, für die Abwehr von Hackerangriffen zuständig zu sein. Der Anrufer erklärte, der Computer des Seniors sei gehackt worden, und bot an, bei der „Bereinigung“ zu helfen.

Im Verlauf des Gesprächs gelang es dem Täter, sich Fernzugriff auf den Laptop des 84-Jährigen zu verschaffen. Anschließend manipulierte er offenbar die Darstellung im Online-Banking und suggerierte, dass bereits ein Fremdzugriff stattgefunden habe, den er nun beseitigt habe. Unter diesem Vorwand brachte er den Geschädigten dazu, TAN-Nummern herauszugeben. In der Folge wurden von dessen Girokonto mehrere Beträge im unteren vierstelligen Bereich abgebucht.

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Darüber hinaus verschaffte sich der Täter Zugriff auf die Kreditkarte des Mannes und tätigte mehrere kleinere Abbuchungen. Zudem wurden über dessen Amazon-Konto Einkäufe vorgenommen.

Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang eindringlich vor der Betrugsmasche des sogenannten „Support-Betrugs“. Seriöse Unternehmen – auch große Onlinehändler – nehmen keinen unaufgeforderten telefonischen Kontakt auf, um angebliche Hackerangriffe zu beheben. Gewähren Sie unbekannten Personen niemals Fernzugriff auf Ihren Computer und geben Sie keine TAN-Nummern, Passwörter oder Kreditkartendaten am Telefon weiter. Banken und Unternehmen fragen solche sensiblen Daten nicht telefonisch ab.

Wer einen entsprechenden Anruf erhält, sollte das Gespräch sofort beenden und selbstständig über die offiziellen Kontaktwege des Unternehmens Rücksprache halten. Im Schadensfall ist unverzüglich die Bank zu informieren und Anzeige bei der Polizei zu erstatten.


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