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Bürgerhalle, Bördedörfer und ein Kühlwagen

Neuer Sommer, neue Leader-Projekte: In der Leader-Region Rheinisches Revier an Inde und Rur hat die Lokale Aktionsgruppe (LAG) in ihrer aktuellen Sitzung neue Projekte auf den Weg gebracht.

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Viele interessante Projekte konnten mit einer LEADER-Förderung bereits umgesetzt werden, z.B. die Verbreitung von Streuobstwiesen und die Ausbildung von Obstbaumwarten. Foto: Veranstalter
Blühende Obstbäume könnten ein Thema in den geförderten "Bördedörfern" werden. Foto: Archiv
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Drei Leader-Projekte und zehn Kleinprojekte in und um Jülich, Linnich, Aldenhoven, Titz, Eschweiler, Inden, Langerwehe,, Merzenich, Niederzier und Erkelenz erhielten ein positives Votum und dürfen sich nun über finanzielle Zuwendung freuen.

In Jülichs größtem Stadtteil hat der Dorfgemeinschaftsverein Koslar e.V. Förderung für die Modernisierung seiner Bürgerhalle beantragt. Mit der Modernisierung der Sanitäranlagen in der Bürgerhalle soll ein zentraler Treffpunkt des Dorflebens langfristig gesichert werden. Ziel der Maßnahme sind moderne, barrierefreie und ressourcenschonende Bedingungen und eine Stärkung der Bürgerhalle als Ort für Begegnung, Ehrenamt und Veranstaltungen für die Zukunft. Das beinhaltet Modernisierungspläne für die Sanitäranlagen der Bürgerhalle – inklusive Leitungen, Ausstattung und Barrierefreiheit. Ziel ist eine moderne, nachhaltige und ressourcenschonende Lösung, unter anderem mit LED-Beleuchtung und geplanter Nutzung von Grundwasser für die Toilettenspülung.

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Die Biologische Station Düren hat ebenfalls einen postiven Bescheid zu ihrem Förderantrag erhalten und kann nun mit der Umsetzung des neuen Projektes „Verbunden mit der Natur – Bördedörfer nachhaltig gestalten“ beginnen. Hier stehen die Dörfer selbst im Fokus: Grünflächen sollen naturnah umgestaltet, biodiversitätsfördernde Maßnahmen umgesetzt und Bürgerinnen und Bürger aktiv eingebunden werden. Ziel ist es, die Orte widerstandsfähiger gegenüber Klimaveränderungen zu machen und gleichzeitig die Lebensqualität und den Zusammenhalt vor Ort zu stärken. Im Projektverlauf werden in zahlreichen Orten im gesamten Kreis mithilfe des Projekts kleine und größere Maßnahmen realisiert werden können. Damit ist das neue Leader-Projekt der Biologischen Station ähnlich angelegt wie das noch laufende unter dem Titel „Zukunftsdörfer„, in dessen Rahmen noch bis September Unterstützung, Beratung und tatkräftige Hilfe – wie etwa beim Bepflanzen von Beeten am Stadteingang – bei Biologin Henrike Körber und ihren Kolleginnen angefragt werden können.

Auch ein Jülicher Kleinprojekt freut sich über finanzielle Unterstützung: Die Jugendfeuerwehr Jülich möchte einen Kühlanhänger über die Kleinprojekte-Förderung anschaffen. Dieser soll neben der Ferienfahrt auch allen 11 Löschgruppen der Freiwilligen Feuerwehr Jülich bei Veranstaltungen zugutekommen. Außerdem soll die Nutzung auch anderen Hilfsorganisationen und deren Jugendorganisationen sowie Einrichtungen der Kinder und Jugendarbeit ermöglicht werden.

Hinter der Abkürzung „LEADER“ verbirgt sich ein Förderprogramm der Europäischen Union zur Entwicklung des ländlichen Raumes. Die EU fördert unter Beteiligung des Landes NRW in der Region Rheinisches Revier Projektvorhaben mit bis 70 Prozent der förderfähigen Gesamtkosten oder maximal 250.000 Euro. Die Förderperiode neigt sich dem Ende zu, bis zum Ende des Jahres 2027 können noch Bewilligungen ausgesprochen werden.

Die sogenannten Kleinprojekte sind Maßnahmen mit einem überschaubaren Finanzrahmen, die besonders wirkungsvoll auf die Entwicklung ländlicher Räume einwirken. Die Förderung erfolgt durch Mittel des Bundes und des Landes Nordrhein-Westfalen. Dadurch können lokale Initiativen – von Vereinen, Verbänden oder Kommunen – unkompliziert und gezielt umgesetzt werden und erhalten bis zu 80 Prozent Zuschuss zu ihren Projektausgaben. Die Kleinprojekteförderung wird jährlich im Frühjahr angeboten und die Projekte müssen im selben Jahr umgesetzt werden. Ein Beispiel für ein bereits umgesetztes Kleinprojekt ist der WC-Container an der Bourheimer Kirche.

„Die Mischung aus Engagement, Kreativität und schnellem Nutzen macht die Kleinprojekte-Förderung zu einem wichtigen Baustein der Regionalentwicklung: Sie bringen Ideen ohne große Hürden in die Umsetzung – und machen Veränderung ganz konkret erlebbar“, beschreibt Regionalmanagerin Karin Piesch die Kleinprojekte in diesem Jahr.

Das Regionalmanagement der Leader-Region steht für Fragen zur Verfügung und begleitet die Akteurinnen und Akteure von der Antragstellung bis zur Umsetzung. Wer sich für eine Förderung interessiert, erreicht das Regionalmanagement um Karin Piesch telefonisch unter der Rufnummer 02461 / 801 81 65 oder per Email an leader@inde-rur.de. Auf der Webseite der Leader-Region sind erste Informationen zur Förderung zu finden.

Abschließend ein Blick über die Grenzen des Jülicher Landes hinaus, der zeigt, was ebenfalls Leader-Projekt werden kann: Eines der beschlossenen Projekte ist die „PickUp – Die Jugendfarm in Berverath“, initiiert vom Verein Nell-Breuning-Haus e.V. Ziel ist der Aufbau einer Jugendfarm als Beteiligungsprojekt für Kinder und Jugendliche im Strukturwandelgebiet. Neben Freizeitangeboten sollen hier auch Bildungsformate im Bereich der nachhaltigen Entwicklung entstehen. Geplant ist die Jugendfarm als außerschulischer Lernort, der praktisches Mitmachen mit Themen wie Klimaschutz, Biodiversität und Zukunftsgestaltung verbindet.


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