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Jensifer und sein Prinz

Anarcho-Karneval at it's best: Die CCKG proklamierte trotz vieler Widrigkeiten mit einer launigen Show das neue Dreigestirn.

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Proklamation 2024: Die närrischen Majestäten flankiert von Präsident Axel Fuchs (l) und David Ningelgen (r). Foto: Dorothée Schenk
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Seit bald 25 Jahren feiern die Blau-Weißen der n.e.V.KG im Jülicher Kulturbahnhof ihren besonderen Karneval. Die CCKG steht gerne für das Unkonventionelle, das in den vergangenen Jahren aber schon eher traditionelle Züge angenommen hatte. Diesmal war alles wieder etwas anders: Etwas chaotischer, etwas spontaner und punkiger.

Durch Krankheit verhindert musste Präsident Uwe Mock sich im Hintergrund halten und konnte seinen Platz nicht einnehmen – David Ningelgen stellte sich Präsident Axel Fuchs an die Seite. Der trat diesmal in blau-weißer Ringelmütze auf, denn „die Kappe gibt es nur im Doppelpack“ setzte Axel ein besonderes Zeichen für seinen Freund Uwe, dem er auch das Sessionsmotto widmete: „Durch dick und dünn, CCKG“. Das galt an diesem Abend gleichzeitig auch für Detlev Keil. Der Saitenmann der CCKG-Kapelle Les6Kölsch1Cola trug den Arm in der Schlinge und konnte darum nur stimmlich seinen Beitrag leisten. Und schließlich auch den zu proklamierenden Majestäten, von denen zur Proklamation nur zwei von drei anwesend sein konnten, weil Bauer Besse ebenfalls erkrankt ausfiel. „Heute sind wir alle ein bisschen Bauer“, meinte Präsident Axel doppeldeutig in Anspielung auf die derzeitige Aufmerksamkeit, die die Landwirtschaft auf sich zieht.

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Der CCKG Orden 2024. Foto: privat
Zunächst dauerte es etwas, bis der KuBa und die CCKG-Familie auf Betriebstemperatur hochfuhren. Nach dem Wettbewerb um den großen Zapfhahn-Wanderpokal, den Niklas von der Maigesellschaft Selgersdorf gewann, enterte die Garde mit kakophonischer Klangparade die Bühne und besang „Dosenbier“. „Dafür müsst ihr auch keinen Eintritt zahlen“, ulkte Hauptmann Hacky. Stets ein aufsehenerregendes Ritual ist die Aufnahme des Vorjahres-Dreigestirns in die Garde, der der traditionelle „Trinkschuss“ vorausgeht. Schnaps as Schnaps can. Natürlich durfte auch hier die Runde Kölsch nicht fehlen, die vom ersten weiblichen Bühnenbutler gereicht wurde: Fatima, zapf-erprobt an der KuBa-Theke bestand mühelos ihre Bewährungsprobe. In welche Rolle sie künftig bei den „Butlers“ schlüpft, der Formation die sich aus den Reihen der ausgedienten CCKG-Bieranreicher rekrutiert, wird in einer der nachfolgenden Sessionen zu sehen sein.

Erster Höhepunkt war der Aufmarsch des närrischen Paares: Es wurde laut und heftig als Prinz Budny und Prinzessin Jensifer sich der johlenden Menge präsentierten. Der Prinz griff in die Saiten und die Lieblichkeit performte mit blauer Langhaarperücke durch Headbanging. Ein echter Hingucker! „Sensationell würde Uwe jetzt sagen“, meinte Front-Ersatzmann David.

Wirklich grandios und professionell zeigte sich an diesem Proklamationsabend aber das hauseigene Fernsehballett: Diesmal spannte sich die Choreografie von lebensgroßen Aufziehpuppen bis Rocky-Horror-Picture-Show. Allerdings nur als optischer Appetithappen, da „das volle Programm“ erst zur Trunksitzung am Karnevalssamstag ausgebreitet wird. Wer dann dabei sein möchte, der sollte sich morgen, Samstag, 13. Januar, im Kulturbahnhof einfinden. In der Kneipe findet der Vorverkaufsfrühschoppen ab 11.11 Uhr statt.


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