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Museum bewegt

Das Museum bewegt – sich und im besten Falle auch Menschen.

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Wenn Menschen sich für eine Museums-Sammlung, die Arbeit und sogar Hintergründe zu interessieren beginnen, dann ist viel erreicht. Heute reicht dazu keine bloße Präsentation in Broschüren, auf Plakaten oder in Katalogen mehr aus. Das „museum of the future“, wie es Christoph Fischer, Fachmann für Öffentlichkeitsarbeit am Museum Zitadelle Jülich nennt, muss sich bewegen und die neuen Wege in der digitalen Welt beschreiten. Mit Susanne Rupp und Julia Odak gelang in der Coronazeit der Aufbruch mit der Entwicklung einer zeitgemäßen Internetseite, auf der virtuelle Führungen und 100-Sekunden-Videos sowie geführte Audioguides zu finden sind, die – in Zeiten, in denen öffentliche Führungen kaum möglich sind – zum hörbaren Begleiter für Individualentdecker werden. Aber auch auf Instagram ist das Museum zu finden, wo in der neuen Reihe „F“ORSTELLUNGS-FREITAG Objekte kurz und knapp präsentiert werden. Etabliert wurde seit Mai auch die Video-Reihe „HERZOG im Museum“ in Zusammenarbeit mit unserem Stadt- und Kulturmagazin.

Und jetzt ist der Film da. Museum bewegt – im doppelten Sinne. Wer der jungen Jülicher Filmemacherin Maren Marohn zuhört, der ist ganz automatisch bewegt vom Thema „Museum Zitadelle Jülich“. Die Absolventin des Gießener Studiengangs „Fachjournalistik Geschichte“ hat im Zuge ihres sechswöchigen Praktikums die Museumsarbeit „von der Pike“ auf begleitet und gleich ihren „Erstling“ abgeliefert: In Film erleben die Zuschauer beeindruckende Drohnenaufnahmen entlang des Grabens der Zitadelle und hinweg über die Wälle der hohen Mauern und darüber hinaus elf Protagonisten, die über ihre Leidenschaft für ihre Arbeit im Museum erzählen. Museum, so hat Maren Marohn erfahren, das sind Emotionen: Das ist der Stolz von Fotograf Bernhard Dautzenberg, der die Objekte ins rechte Licht setzt, die Begeisterung des ehrenamtlichen Museumsführers Walter Maßmann für den Kontakt mit den Menschen, die Detailliebe von Annette Koslowski für die Inventarisierung oder die Fürsorge von Jacek Grubba, der das Depot betreut. „Das hat mich sehr berührt, weil ich nicht damit gerechnet habe, dass jede einzelne Person so viel Herzblut in die Arbeit steckt. Das habe ich erst durch den Film herausfinden können.“ Über zwei Stunden und 80 Gigabite Material hat Maren Marohn „im Kasten“, der heute eine Festplatte ist. Genügend Stoff zum Weitermachen und, so schmunzelt die Jülicherin, so wird es auch kommen.

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