Start Magazin Zukunft & Wirtschaft Neuer FH-Rennwagen geht an den Start

Neuer FH-Rennwagen geht an den Start

Im Rahmen der „Formula Student“, einem weltweiten Motorsport-Wettbewerb, treffen jedes Jahr studentische Teams mit selbst konstruierten Rennwagen aufeinander. Rennstrecken wie der Red Bull Ring in Österreich oder der Hockenheimring in Deutschland üben dabei eine besondere Faszination auf die jungen Entwicklerinnen und Entwickler aus. Das gilt auch für die Mitglieder des „Aixtreme-Racing-Teams“ der FH Aachen. Pünktlich zum Start der neuen Saison wurde im Hauptgebäude an der Bayernallee der neue Wagen vorgestellt.

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Foto: FH Aachen
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Mit der Konstruktion des „FS19“ geht das Team völlig neue Wege: „Zwar ist der Wagen bereits der dritte mit einem Carbon-Monocoque, dennoch gibt es viele Verbesserungen im Vergleich zum Vorjahresauto“, erklärt Studentin Julia Dahmen, die für die Organisation und Planungen rund um das Team verantwortlich ist. So habe man eine neue Abgasanlage eingebaut und eigens eine Pedalbox mit Teilen aus Carbon entwickelt. „Außerdem haben wir das Motorsteuergerät erneuert und eine Pneumatik-Schaltung verbaut“, erklärt Lukas Ogrzewalla, Team-Spezialist für Elektronik und Elektrik. Besonders stolz sei man auch auf das neue Erscheinungsbild des Wagens: Passend zur Hochschule glänzt der FS19 in Mint.

Interdisziplinäres Studierenden-Projekt
Seit der Teamgründung im Jahr 2007 entwickeln die Mitglieder an der FH Aachen Formula-Student-Prototypen und konstruieren in aufwändiger Handarbeit fast jedes Jahr einen neuen Wagen. „Neben der Hilfe von unseren Sponsoren, Partnern und Zulieferern, ist die Unterstützung der gesamten Hochschule für unsere Arbeit das Wichtigste überhaupt“, bekräftigt Dahmen. „Ohne die Rückendeckung von Rektor Prof. Dr. Marcus Baumann und unserem betreuenden Professor Dr. Frank Janser wäre das gesamte Projekt nicht möglich.“ Dass sich die rund 20 Mitglieder des Teams dieser Unterstützung gewiss sein können, bekräftigte Prof. Baumann: „Das Team ist beispielhaft für eine professionelle interdisziplinäre Zusammenarbeit, die über die Grenzen der verschiedenen Fachbereiche und sogar unserer Hochschule hinausgeht, um Top- Leistungen zu erbringen. Ich kann gar nicht oft genug sagen, wie stolz ich auf unsere Studierenden bin.“ Diese Studierenden kommen aus verschiedenen Fachbereichen. Mitglieder aus den technischen Studiengängen wie Fahrzeug- und Antriebstechnik oder Maschinenbau kümmern sich um die Konstruktion des Fahrzeugs, während Studierende aus dem Fachbereich Wirtschaftswissenschaften Businesspläne erarbeiten.

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Mit dem FS19 – dem zehnten Wagen – plant das Team in diesem Sommer die Teilnahme an drei großen Motorsport-Events. Im Rahmen der Formula Student geht es vom 28. Juli bis 1. August 2019 nach Spielberg in Österreich. Auf dem Red Bull Ring stellen sich die Mitglieder drei statischen und vier dynamischen Prüfungen und treten gegen hunderte andere Hochschul-Teams an. Vom 5. bis 11. August 2019 geht die Formula Student dann schon in Deutschland am Hockenheimring weiter. Abschluss der Saison bilden die Baltic Open in Tschechien Ende August, wo das Team mit zwei Wagen antreten wird. „Unsere Startnummern bei dem Event 71 und 55 sind dem Gründungsjahr der FH und dem Geburtsjahr des Rektors und seiner Frau gewidmet“, verrät Julia Dahmen.

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