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2021: Was uns in Wort und Bild bewegt hat

Es ist immer wieder erstaunlich, welche und vor allem in welcher Vielzahl Ereignisse ein Jahr prägen können. Viel Diskussion um die Muschel hat es 2020 gegeben – diesmal war es viel Diskussion in der Muschel. Sitzungen und Bürgerversammlungen bestimmten das Leben in der Veranstaltungshalle – dafür weniger Kulturereignisse, für die sie eigentlich geschaffen ist. Das Jahr 2 von Corona ist immer noch weit weg von der Normalität oder besser, es gibt so absonderliche Normalitäten wie Testzentren, Impfmobile und Inzidenzzahlen. Aber es sollte nicht vergessen werden:

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Was alles stattfinden konnte

Im Gegensatz zum Vorjahr gab es wieder viel Kultur wie Theateraufführungen und Live-Musik sogar „indoor“, Kirchenklang und Kabarett, der Kunsthandwerkerinnen-Markt und das Fest der Kulturen ebenso wie den Feierabendmarkt und das Erntedankfest. Viele Ereignisse, die schmerzlich ein Jahr vermisst worden waren, fanden statt. Im Brückenkopf-Park waren das Zoo- und Märchenfest zu besuchen und die Herbstlichter verzauberten. Wo viel Schatten ist, ist auf einmal auch viel Licht: Als Zeichen für den Notstand der Filmbranche hieß es im Februar Kino leuchtet. Für Dich. Als sichtbares Zeichen für die Haltung gegen Gewalt an Frauen beteiligte sich die Stadt im November an der Aktion #orangeyourcity. Außerdem war St. Martinus Kirchberg in neuem Licht zu sehen. Und der Weihnachtsmarkt blieb bis zum letzten Tag geöffnet.

Foto: Volker Goebels

Die „Gnade der frühen Feier“ markierte in dieser Session eine sehr kurze fünfte Jahreszeit und ließ mit den wenigen Sessionsauftakten von der KG Rursternchen, der KG Maiblömche und der Proklamation des Dreigestirns das Narrenherz in Wallung geraten. Gezeigt wurde aber auch, dass viel geht, wenn nix geht: Im Februar Tom Beys präsentierte sein „Alaaf“ im Netz und erreichte damit alleine über die HERZOG-Plattformen über 6500 Menschen. Die Session 2020/21 war darüber hinaus von reichlich Kreativität gezeichnet: Die GKG Koslar brachte „Kamellebüggel„, die KG Bretzelbäckere Mersch-Pattern hatte ein Paket geschnürt ebenso wie die KG Ulk Jülich, die Jülicher blieben „Jeck im Herzen„, auch weil die KG Schanzeremmele Stetternich an der Kölner Landstraße plakatierte „Corona wird gehen – wir Karnevalisten machen solange Pause…“ Ein Stück Karneval verschenkt hat die KG Maiblömche Lich-Steinstraß.

Herzog dynamisch

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Auch die Redaktion beschritt in diesem Jahr wieder viele neue Wege: Zum Jahresanfang wurde der Umzug der Redaktion ins Herz der Stadt, an die Kölnstraße, vollzogen und die lang vorbereitete App startete. Wir haben zum ersten Mal ein Ausbildungsheft mit guten Partnern auf den Weg gebracht – die Neuauflage erscheint im kommenden Frühjahr. Außerdem sind wir neuerdings spielerisch unterwegs: Duria County, eine Reise durch unseren Kreis ging online. Aktuell gibt es „was auf die Ohren“: Zuerst beim Weltvorlesetag und dann die Premiere des Podcast, der 2022 dauerhaft zu hören sein wird. Stillstand ist nicht unsere Gangart: Der HERZOG ist ein wachsendes und dynamisches Projekt.

Veränderungen

stehen an, weil der Wettbewerb um Familien und „die besten Köpfe“ für den Standort Jülich auch immer eine Wohnraumfrage ist. Mit ein Grund, warum viele Menschen in und um Jülich die Initiative die Umbenennung in Rurkreis Düren-Jülich begrüßen, die 2022 dann zur Umsetzung kommen soll. Das Ministerium hat hier das letzte Wort.
Einige Veränderungen sind in der Stadt bereits in Form von Baustellen gut sichtbar. In Koslar entsteht gerade ein Seniorenwohnsitz, damit die Menschen auch im Alter am Ort bleiben können. Wann und was wann in Bourheim entsteht ist derzeit noch unklar. Das Thema „Kiesgrube“ schwebt immer noch damoklesschwertähnlich über diesem Jülicher Ortsteil.
Stadtbilderverändernd waren bereits in der Kernstadt viele Bagger im Einsatz: Die Stadthalle Jülich ist Geschichte, die Häuserzeile von Stadthalle bis zum Propst-Bechte-Platz an der Düsseldorfer Straße ist abgerissen worden und inzwischen steht dort das so genannte „Schirmer-Quartier„, ein Seniorenwohn- und Pflegeheim. Wenige Meter entfernt ist auf dem ehemaligen evangelischen Friedhof ebenfalls Neues entstanden: Der Kirchenkreis baut sein Verwaltungsgebäude. Die Abrissbirne regierte auch an der Ellbachstraße: Das Areal, das die Jülicher nur das „Kurtz-Gelände“ nennen, sollte Raum für einen Hotelbau bieten und bis dahin als Parkplatz dienen. Inzwischen scheint es aber neue Pläne zu geben. Apropos: Noch keine Veränderung, aber nun für 2022 angekündigt, ist bei der Sanierung der Tiefgarage zu vermelden. 

Abrissarbeiten Düsseldorfer Straße. Foto: Volker Goebels

Viel diskutiert wurde rund ums InHK, das integrierte Handlungskonzept. Für die Finanzierung brachte Heimatministerin Ina Scharrenbach höchstselbst den großen Scheck über 4,5 Millionen Euro Fördergelder in die Herzogstadt, darin inbegriffen übrigens auch der Bau der Pumptrack-Anlage, die 2019 von Jugendlichen angestoßen worden war, und der Bürgerhalle + für Merzenhausen. Für reichlich Kontroverse sorgte die Marktplatzgestaltung bis sich die Künstlerin Maria Fernandez einschaltete und eine Kompromisslösung herbeiführen konnte. Zum Jahresende gab es sogar die Probeaufstellung ihrer Skulptur von Architekt Pasqualini, der in Zukunft ein Auge auf „seinen“ Platz haben soll. Als zweites Projekt wird der Schlossplatz in Angriff und zeitgleich die Große Rurstraße in den Blick genommen.
Gerade auf diese „Hauptverkehrsader“ fallen aus diesem bis ins nächste Jahr reichlich lange Schatten der Veränderung: Die Rurbrücke wird abgerissen und neugebaut und damit die Zufahrt in die Stadt nur über Umgehungen möglich. Einige Varianten stehen zur Diskussion. Die Entscheidung soll in den kommenden Wochen fallen. Übung haben die Jülicher in den Ortsumgehungen ja bereits im Sommer gesammelt. Weniger dramatisch als anderorts aber sicher auf Jahre ein Thema, das die Stadt noch lange beschäftigen wird ist das

Bilder von Ariane Schenk, Tom Besselmann, Linda Schmitz, David Merz, Volker Goebels, Mira Otto, Hacky Hackhausen, Dorothée Schenk, und vielen, vielen anderen.

Hochwasser

Mitte Juli erlebte das Jülicher Land ein nie gekanntes Hochwasserereignis. Eine lange Nacht lang war nicht klar, ob die Innenstadt komplett überspülte werden würde: Hasenfeld und Barmen traf es am schwersten. Das Heckfeld kam noch einmal weitgehend glimpflich davon. Der befürchtete Stromausfall blieb aus und damit die schlimmste Katastrophe erspart. Was folgte war eine große Welle der Solidarität. Wie es Bürgermeister Axel Fuchs formulierte: „Wir können stolz sein auf unsere Stadt und unsere Zivilbevölkerung.“ Neben der zupackenden Hilfe und dem Know-How, das Menschen zur Verfügung stellten, gab es auch Benefizveranstaltungen wie „Summer of help“, bei dem lokale Musiker für den guten Zweck auftraten, den Benefizkick der Barmener und Tetz-Broicher Fußballer, den Aufschlag der Blau-Weißen Tennisfreunde, aber auch über die Region hinausgehende Hilfe, die bis ins Ahrtal reichten. Die Firma Lamers startete in die Hochwasserregion, eine Kooperation aus Lionsclub und Geschäftsleuten und es wurde ein „Flutopferhilfe für Tiere“ ins Leben gerufen.
Folgenreich bleibt das Hochwasser für die Brücken und hier vor allem die Rurbrücke. Im Vorfeld des Hochwasser war bereits über deren Sanierung die notwendige Ortsumgehung debattiert worden. Das hat deutliche Folgen für die

Mobilität

die in den vielen Facetten ebenfalls ein zentrales Thema des Jahres 2021 war und auch im kommenden Jahre 2022 bleiben wird. Reichlich Diskussionen geführt wurden um die Teilnahme an der Europäischen Mobilitätswoche, die nicht autofrei aber autoarm war. Allen voran die Werbegemeinschaft hat hierzu große Bedenken. Das Fortkommen mit dem Auto beschäftigte die Menschen ebenso: Im Sommer ging rund um Barmen wegen der Sanierung des Ortseingangs nichts mehr, in Koslar wurden Kabel verlegt und eine zeitweilige Sperrung war die Folge, zeitgleich war die Merscher Höhe wegen der Bauarbeiten der Brainergy-Park-Zufahrt gesperrt. Da ist es auch einerlei, ob Verbrennungsmotor oder E-Motor. Für Letztere gibt es künftig mehr „Tankmöglichkeiten“ in der Herzogstadt: E-Ladesäulen – von denen eine bereits installiert ist – waren ein Diskussionspunkt. Für den vorbildlichen Umgang gab es hierfür zum Jahresende sogar ein besonderes Zertifikat für den Grundversorger Stadtwerke.

Foto: Mira Otto

Weil aber Jülich auch die Stadt der kurzen Wege ist, beteiligte sich die Verwaltung an der Ausschreibung zum Fußverkehrscheck und überzeugte: Als einer von zwölf Ausgewählten in einem Wettbewerberfeld von 40 bekam Jülich den Zuschlag und den überbrachte der damalige Verkehrsminister Hendrik Wüst in der Muschel. Die erste Runde des Fußverkehr-Checks hat inzwischen als Nachtwanderung stattgefunden. Wer zu Fuß unterwegs ist, aber Distanzen überwinden muss, der kann ab sofort auch die Mitfahrerbänke nutzen, die in den Ortsteilen und der Kernstadt aufgestellt worden sind. Oder man nutzt den Bürgerbus, der in diesem Jahr auch viel von sich reden gemacht hat, weil er erst gestohlen und dann durch eine große Solidaraktion der Jülicher ein neuer Bus angeschafft werden konnte. Für sein Engagement wurde der

Verein

Bürgerbus e.V. gleich mehrfach ausgezeichnet: Mit der Jülicher Klippe, dem Ehrenamtspreis des Kreises Düren und dem Heimatpreis. Über diesen konnte sich auch „SAMT“ – der Verein Soziale Arbeit für Mensch und Tier – freuen. Außerdem über eine namhafte landesweit Auszeichnung: Der Verein erhielt bei der ersten Vergabe des Tierschutzpreises NRW aus den Händen von Ministerin Heinen-Esser den zweiten Preis. Angesichts der coronabedingten Sparflamme, auf der das Vereinsleben kocht, ist die Ereignislage überschaubar. Viel Sturm im Wasserglas gab es einmal mehr um die „Traditionszehner“, die für die Fußballzukunft Jülichs aus der Spielergemeinschaft Rurland gerne einen eigenen Verein gründen wollen. Derzeit rangiert die sportliche Gemeinschaft im Tabellenmittelfeld. In diesem Jahr hätte der SC Jülich 1910/97 auch das Goldjubiäum seiner Amateurmeisterschaft feiern können. Stellvertretend hat dies das Museum Zitadelle übernommen und einen Film zum historischen Ereignis gedreht. Großes Fußballkino legte die Viktoria aus Koslar vor, die gehen den Fünftligisten SG Wattenscheid 09 antrat. Sportlich erwähnenswert ist sicher ebenso, dass die Jülicher Tischtennismannschaften mit großen Namen und Zielen in die Spielzeit gestartet sind und mit einem guten zweiten Tabellenplatz in die Winterpause gehen konnten. Dafür verabschiedet sich der TTC von seiner Damenmannschaft. Feiern konnte der Verein in diesem Jahr auch einen vereins-bedeutenden

Foto: Friedrich „fridigrafie“ Smolarski

Menschen

Arnold Beginn, Mr. Tischtennis, wurde 80 Jahre alt. Er gehörte mit Else Wuppermann, die auf ein Jahrhundert Lebenszeit blicken kann, Künstler Herb Schiffer, der 85 Jahre alt wurde und dem HERZOG ein wunderbares Titelbild schenkte, Zeichner und Autor Uwe Cormann, den wir zum 80. feierten sowie Fußball-Legende und Zehner-Fußballcamp-Erfinder Peter Kosprd, dem wir zum 75. Geburtstag gratulierten, zu den Jubilaren des Jahres.
Neben Geburtstagskindern galt es Geehrten Öffentlichkeit zu geben. Der „Erfinder der Netzwerke“, Peter Schmitz, wurde für sein Lebenswerk mit dem Stadtmarketingpreis 2021 geehrt. Und der Jazzclub erhielt den Stadtmarketingpreis für die Förderung von Identität und im besten Sinne auch für eine gute Stimmung und Atmosphäre in der Stadt. Mit dem Bundesverdienstkreuz auszeichnet wurden in diesem Jahr Prof. Elmar Achenbach für sein über 20-jähriges Dirigat bei Collegium Musicum und Joe Ecker für seinen Einsatz „gegen rechts“. Aus dem Berufsleben in den Ruhestand verabschiedete sich Berti Gierling, das Gesicht des SkF. Außerdem verließen zwei Seelsorger die Gemeinde. Pfarrer Horst Grothe hat seinen Arbeitsbereich in der evangelische Gemeinde gegen den Einsatzort „JVA Aachen“ getauscht. Pater Josef Költringer wurde von der Gemeinschaft der Oblaten der Hl. Franz von Sales  zum Pater Provinzial der deutschsprachigen Provinzen gewählt und verließ Barmen in Richtung Wien.
Endgültig Abschied nehmen hieß es von einigen Menschen, die Jülich nachhaltig geprägt haben. Bereits im Januar starb Conrad Doose, kurz nachdem ihm der Minervapreis zuerkannt worden war, der posthum seiner Witwe übergeben wurde. Zwei Gründungsmitglieder der Werbegemeinschaft starben in diesem Jahr: Egbert Samans und Matthias Hellmann. Der Künstler Rudolf Vaasen hinterlässt eine Lücke im kulturellen Leben der Stadt ebenso wie Marijke Barkhoff, die als interkulturelle Brückenbauerin bei „Kultur ohne Grenzen“ immer in Erinnerung bleiben wird. Zu betrauern galt es auch den tragischen Tod von Udo Peters, der Ratsherr war und engagiert im Vereinsleben. Über ein Dekade gestaltete Harald Bolt als Vorstandsmitglied das Geschehen im Forschungszentrum Jülich mit, ehe er nach langer Krankheit im Juli starb. Seine Schwerpunkte in der

Forschung

leisteten, so hatte es Prof. Marquardt im Nachruf formuliert, einen großen Beitrag für die tiefgreifenden Transformationsprozesse der Gesellschaft. In diesem Bereich sind in Jülich im ablaufenden Jahr Meilenstein gesetzt worden. Auf der Merscher Höhe wächst der Brainergy Park, der in diesem Jahr für einige auch unliebsame Aufmerksamkeit sorgte, wo jüngst das ZRR – Zukunftsagentur Rheinisches Revier – als erster Mieter unterschrieben hat und im November der Spatenstich für die Photovoltaik-Anlage erfolgte. Künftig soll auf diesem Areal solarer Treibstoff erzeugt werden und der Vorzeigestandort der Wasserstoffproduktion entstehen. Teil dieser Entwicklung ist erneut das Forschungszentrum, das das so genannte Helmholtz-Wasserstoffcluster im Brainergy Park etablieren wird. Eine Förderung von 860 Millionen Euro fließen hierzu aus Bundesmitteln. Um das Thema voranzutreiben initiierte Landrat Wolfgang Spelthahn die erste Wasserstoffmesse im Brückenkopf-Park. Neben Autos wird planmäßig auch die Busflotte im Kreis Düren mit Wasserstoff fahren. Apropos: Intelligentes Fahren kann ebenfalls von Jülich ausgehen: Das vom Forschungszentrum Jülich koordinierte Verbundprojekt Q(AI)2 bringt Quantencomputer und Künstliche Intelligenz (KI) anhand konkreter Anwendungsfälle in der Automobilindustrie zusammen.

Foto: Dorothée Schenk

„Selbstfahrer“ werden bereits in der Zuckerfabrik Jülich eingesetzt: In der neuen Veredelungshalle, die zum Jahresende hin offiziell eröffnet wurde, sind robotergesteuerte Einheiten im Einsatz.
Grund zum Feiern hatte in diesem Jahr die „Fachhochschule Jülich„, wie die Herzogstädter die „Filiale“ der Aachener FH nennen: Der 50. Gründungstag wurde nicht im geplanten großen Rahmen, dafür aber mit einem Festakt begangen. Als einen Mann der erste Stunde stellte der HERZOG Hans Rohowsky zu seinem 90. Geburtstag vor. Wenige Wochen nach der Veröffentlichung starb er. Manfred Thomé erinnerte anlässlich des FH-Jubiläums außerdem an Josef Schmitz, den letzten Besitzer des landwirtschaftlichen Gutes Wilhelmshöhe und gleichzeitig wichtiger Förderer des Campus-Neubaus der Fachhochschule.
Aber nicht nur in der Forschung spielte Jülich eine wichtige Rolle. Das gilt auch für

Kultur und Geschichte

Ins Fernsehen kommt das Jülicher Land gleich zweifach in absehbarer Zeit: Im Science College wurde ein Teil des nächsten Friesland-Krimis abgedreht. Tatsächlich eine „Hauptrolle“ spielt die Stadt im Kostümfilm „Die letzte Hexe“, bei dem für die Dreharbeiten  in Jülich noch Statisten gesucht werden. Unter anderem mit am Set ist Tatort-Pathologe Joe Bausch. Das Jülich eine gute Kinostadt ist weiß auch die NRW-Filmstiftung: Zum 16. Mal in Folge nahm Kulturbahnhof-Geschäftsführer Cornel Cremer einen Kinoprogrammpreis mit nach Hause. Virtuell die Stadt erobern können Interessierte weit über die Grenzen der Herzogstadt hinaus: Im Projekt Terra Monsana wird Geschichte sichtbar gemacht, die auch für den Tourismus eine große Bedeutung hat, wie Bürgermeister Axel Fuchs betonte. Eine Attraktion werden könnte auch die jüngste Ausgrabung an der Großen Rurstraße: Hier wurde die nahezu vollständig erhaltene Kelleranlage des Sepulchrinerinnen-Klosters gefunden. Wie und ob sie künftig „sichtbar“ für jedermann gemacht werden kann, ist noch unklar. Unklar ist auch, ob jetzt aus der alten Sendeanlage der Deutschen Welle doch noch ein Museum entsteht – nicht am selben Standort, aber als Teil des Brainergy Parks.

So bleibt zum Jahresende an Bertold Brecht angelehnt zu bemerken:
Wir …sehn betroffen … viele Fragen offen.

Für 2022 bleibt reichlich zu tun, viele Themen müssen angepackt werden, die die Menschen in der Herzogstadt noch weit mehr als ein Jahr beschäftigen werden:

  • Was wurde und wird aus der Ansiedlung eines Vollsortimentlers auf dem Walramplatz?
  • Wie geht es an der Rur weiter: Kommt das Hotel?
  • Wann wird nicht nur bedeutende Forschung, sondern auch Gewerbe auf der Merscher Höhe angesiedelt, die Bedeutung für Steuereinnahmen hat?
  • Wie geht es weiter in der Bäderlandschaft Jülichs?
  • Wann startet die Sanierung des Parkdecks Zitadelle?
  • Und nach der Hochwasserkatastrophe: Kommt jetzt doch ein Stadionneubau für die Jülicher Fußballvereine und wie wird er aussehen?

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